Über Dr. Fritz Boettger – Facharzt für Telemedizin und Angsttherapie

Dr. Fritz Boettger

Arzt mit langjähriger klinischer, wissenschaftlicher und internationaler Erfahrung

Mein beruflicher Weg verbindet Medizin, Wissenschaft und die langjährige Arbeit mit Menschen in belastenden, teilweise existenziellen Lebenssituationen.

 

Seit Beginn meiner ärztlichen Tätigkeit beschäftigt mich besonders die Frage, wie körperliche Vorgänge, das Gehirn und das seelische Erleben zusammenwirken. Diese Verbindung prägt bis heute meinen Blick auf Angst, Stress und psychosomatische Beschwerden.

 

Auf einen Blick:

  • Studium und Promotion an der Universität Heidelberg
  • Forschung zum vegetativen Nervensystem und zum menschlichen Gehirn
  • Klinische Erfahrung in Chirurgie, 
    Transplantationsmedizin und Notfallmedizin
  • Leitender Facharzt und später Chefarzt
  • Dozent, Doktorvater und Autor wissenschaftlicher Veröffentlichungen
  • Internationale Lehrtätigkeit in Yangon und Mandalay
  • Langjährige Tätigkeit im ärztlichen Notdienst
  • Vertiefte Beschäftigung mit Psychosomatik, 
    Neurobiologie und emotionaler Verarbeitung

Mein medizinischer und wissenschaftlicher Weg

Studium und physiologische Forschung

Ich studierte Medizin an der Universität Heidelberg und war dort anschließend als wissenschaftlicher Assistent am Physiologischen Institut tätig.

In dieser Zeit entstanden meine Promotion sowie experimentelle Arbeiten zum vegetativen Nervensystem. Bereits damals beschäftigte mich die Frage, wie körperliche Prozesse, das Nervensystem und das menschliche Erleben miteinander verbunden sind.

Chirurgie, Transplantationsmedizin und Notfallmedizin

Anschließend wechselte ich an die Chirurgische Universitätsklinik Heidelberg. Dort absolvierte ich meine Notarztausbildung und wurde Mitglied des Nierentransplantationsteams.

Neben meiner klinischen Tätigkeit engagierte ich mich in Forschung und Lehre. Ich war als Dozent und Doktorvater tätig und beschäftigte mich in experimentellen Arbeiten mit den subkortikalen Bereichen des Gehirns.

Aus dieser wissenschaftlichen Arbeit gingen mehrere Veröffentlichungen hervor.

Klinische Führungsverantwortung

Im weiteren Verlauf meiner ärztlichen Laufbahn war ich zunächst als leitender Facharzt in Bayern und später als Chefarzt in Stuttgart tätig.

Begleitend zu meiner klinischen Arbeit vertiefte ich meine Kenntnisse in Psychosomatik und Psychologie. Zusätzlich führte ich über einen längeren Zeitraum eine regelmäßige sexualmedizinische Sprechstunde durch.

Diese Tätigkeiten haben meinen Blick dafür geschärft, dass körperliche Beschwerden, seelische Belastungen und persönliche Lebensumstände häufig enger miteinander verbunden sind, als es zunächst erscheint.

Internationale Lehrtätigkeit

Als Honorarprofessor an den medizinischen Universitäten in Yangon und Mandalay hielt ich Vorlesungen und unterrichtete Ärzte in Techniken der Nierentransplantation sowie in weiteren Operationsverfahren.

Während dieser Zeit setzte ich mich außerdem intensiv mit kontemplativen Praktiken, Meditation und der bewussten Wahrnehmung innerer Prozesse auseinander.

Diese Erfahrungen erweiterten meinen medizinischen Blick um eine weitere Perspektive: die Bedeutung von Aufmerksamkeit, Selbstwahrnehmung und den stillen inneren Vorgängen, durch die sich unser Verhältnis zu uns selbst und zur Welt verändert.

Was meine Arbeit heute prägt

Ein weiterer prägender Teil meines ärztlichen Weges war die langjährige Tätigkeit im kassenärztlichen Notdienst,       sowohl in Notfallambulanzen als auch im ärztlichen Fahrdienst.

Gerade in der Akutmedizin zeigt sich, wie eng körperliche Beschwerden und seelische Belastungen miteinander verbunden sein können.

Eine sorgfältige ärztliche Betrachtung sollte deshalb beide Seiten berücksichtigen: den Körper und das seelische Erleben.

Wissenschaftliche Schwerpunkte

Heute beschäftige ich mich insbesondere mit folgenden Themen:

  • Neurobiologische Grundlagen von Angst und Stress
  • Funktion und Bedeutung der Amygdala
  • Verarbeitung emotionaler Reaktionen
  • Bewusstsein und Selbstwahrnehmung
  • Zusammenspiel von Körper, Gehirn und seelischem Erleben
  • Psychosomatische Zusammenhänge
  • Möglichkeiten einer persönlichen telemedizinischen Begleitung

Ein besonderes Interesse gilt der Rolle der Amygdala. Sie ist wesentlich daran beteiligt, mögliche Gefahren zu erkennen, emotionale Reaktionen auszulösen und Angsterfahrungen zu verarbeiten.

Angst ist daher nicht einfach nur ein Zeichen von Schwäche. Sie ist zunächst eine natürliche Schutzreaktion des Organismus. Problematisch wird sie, wenn das innere Alarmsystem dauerhaft oder in objektiv ungefährlichen Situationen aktiviert bleibt.

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